Job! We have to celebrate!

“This evening I will buy two Mützig for you!“ – Mit einem breiten Grinsen überbrachte ein Nachbar Job die freudige Nachricht, dass er ihm heute Abend 2 Bier ausgeben würde. Die kleine Geschichte hatte jedoch einen ernsten Hintergrund. Der Nachbar war nämlich gerade vom Doktor wiedergekommen. Der Grund zur Freude: Sein HIV-Test fiel negativ aus!
Neues aus Ruanda!

Mein letzter Beitrag endete mit der baldigen Ankunft meines Projektpartners Philipp, der jetzt seit zwei Wochen bei uns in Ruanda ist und unsere Bude ganz schön auf den Kopf stellt. Im positiven Sinne natürlich. 

An besagtem Donnerstag ging es nach einem kurzen Hausrundgang und Philipps Zimmerbesichtigung direkt auf den Fußballplatz. Das zweite Halbfinale von Interclasses – dem Schulturnier der Secondary School Kimisagara – stand an. Schon im Vorfeld warnte mich Domy, dass ich Schiedsrichter eines sehr hitzigen und stark umkämpften Spiels sein werden würde. Trotz der Unterstützung von Philipp und Emmanuel (dem Footballcoach) sollte er Recht behalten. Die erste Halbzeit verlief noch verhältnismäßig ruhig und wir wurde nur wenige Male mit bösen Blicken seitens der Spieler beworfen. Auch wenn im Nachhinein nicht jede meiner Entscheidungen richtig gewesen war, was vielleicht daran lag, dass ich (noch) kein professionell ausgebildeter Schiedsrichter bin, kam es in der zweiten Halbzeit zu immer größeren, lauteren auch unnötigeren Protesten. Da das eine Team mittlerweile mit 1:0 in Führung gegangen war, wurde von da an jede noch so kleine Verzögerung als Zeitspiel reklamiert. Die Gemüter erhitzten sich von Minute zu Minute und auch die Aggressivität im Spiel nahm zu. Hätte ich zu dem Zeitpunkt eine gelbe und rote Karte besessen, wären schon mehrere Spieler mit tiefgelben Karten verwarnt worden. Kurz vor Schluss eskalierte die Situation dann als nach einem Foul mehrere Tätlichkeiten begangen wurden. Das ohrenbetäubende Publikum in Rücken trug seinen Teil dazu bei. Ich mit der Situation noch ziemlich überfordert bekam aber zum Glück Hilfe von Coach Emmamuel, der die Situation nach einigen Diskussionen wieder unter Kontrolle brachte. Nächstes mal werde ich sicherlich härter durchgreifen müssen. Es fielen keine Tore mehr und ich pfiff das Spiel nach vielen weiteren Verzögerungen ab. Nach einigen letzten Beleidigungen und der “Erfahrung“ fast bespuckt zu werden, brauchte ich 2 Minuten, um wieder einem klaren Kopf zu erlangen. Auch für Philipp war das ein krasser erster Eindruck, aber wir sind schon gespannt das Finale in einem Monat zu pfeifen – kurz bevor die großen Ferien anfangen.
Um wieder etwas Ruhe zu finden, ging es am Wochenende zum Handcraftmarket. Viele traditionelle Kleider, Masken, Souvenirs, Taschen und andere ruandische oder afrikanische Handwerkskunst konnte in vielen kleinen Ständen bestaunt und erworben werden. Zum besten Preis natürlich. Da allerdings jeder Verkäufer damit warb, seine Handarbeiten zum besten Preis zu verkaufen und dieser dennoch meistens auch noch unverschämt hoch war, war es gar nicht so leicht aber dennoch lustig die Zimmerdeko, die Philipp und ich uns ausgesucht hatten, auf einen für uns einigermaßen gerechten Preis herunterzuhandeln.
Ab Mittwoch begann das eigentliche Einführungsseminar für die neuen Artefact-Freiwilligen (eine andere deutsche Entsendeorganisation) sowie für Philipp und mich. In einem meiner ersten Beiträge berichtete ich schon mal von einem Einführungsseminar, bei dem Sven, Martha und ich allerdings nur eineinhalb Tage teilnahmen. Von Mittwoch bis Mittwoch hielt also Domy unser eigentliches erstes Seminar. Themen waren Sicherheit, Gesundheit, die neue Kultur, Verhalten, Kommunikation und viele andere Dinge. Außerdem starteten wir unseren Kinyarwanda-Sprachkurs (man könnte ihn auch Zungenbrecher-zum-auswendiglernen-Kurs nennen). Mit der Sprache tu ich mir noch wirklich sehr schwer.

Im Rahmen des Seminars fuhren wir am Donnerstag zum Gisozi Memorial Kigali – der Genozid Gedenkstätte. In einem sehr modernen Museum in einer ruhigeren Gegend der sonst so lauten und schnellen Großstadt wurde das Thema um den grausamen Völkermord auf eine informative aber auch sehr emotionale Weise dargestellt. Da dieses traurige Thema für mich und vor allem für diesen Blog extrem schwierig zu erfassen ist (für einen Außenstehenden sowieso nahezu unmöglich) und das ganze an euch Leser noch weiterzugeben meine “schriftstellerischen Fähigkeiten“ überschreitet, möchte ich nur kurz von meinen Erfahrungen in dem Museum berichten. Nach einem 10 minütigen Video über Ereignisse von 1994 ging es über einen ruhigen Vorplatz ins Museum. Im sehr dunkel gehaltenen Untergeschoss des Museums befanden sich viele Informationstexte über die geschichtlichen Hintergründe. Erfahrungsberichte, Videos und teilweise sehr grausame Bilder fand man ebenfalls in den dunklen Räumen vor. Sehr eindrücklich war für mich ein großer Raum, in dem in verschiedenen Einbuchtungen in den Wänden hunderte oder gar tausende Fotos von Opfern des Völkermordes hingen. Außerhalb des Museums waren außerdem noch öffentlich zugängliche Gräber, ein Atrium und ein Rosengarten. Es ist sehr schwierig für mich bei diesem belastenden Thema die richtigen Worte zu finden, weshalb ich das zunächst dabei belassen will und zu einem anderen Thema zurückkehren: dem Sport. 

Oder besser: Zum Fußball, denn ich habe noch von einem weiteren Fußballspiel zu berichten. Dem schon angekündigten Spiel der Lehrer aus Kimisagara gegen die Lehrer einer anderen Schule ein bisschen außerhalb von Kigali. Da ich zwar schon öfter vor der Reise die Anweisung oder den Befehl bekam, nicht zu einem Fußballer zu werden, ist es hier wirklich unabdingbar nicht an sämtlichen Fußballspielen teilzunehmen, denn ich arbeite nicht umsonst in einem Fußballprojekt. Der Leichtathletik versuche ich aber natürlich trotzdem treu zu bleiben, auch wenn ich vor allem für ein spezifisches Hochsprungtraining bis jetzt leider noch keine Möglichkeiten gefunden habe. 

Um 14 Uhr trafen sich die Lehrer der Primary und der Secondary School, die heute ein Team bilden würden, im Lehrerzimmer, um die Mannschaftstrikots zu verteilen und sie anzuziehen. Unter begeistertem Beifall vor allem der jüngeren Schüler betraten Philipp, der heute auch schon mitspielen würde, die anderen Lehrer und ich den “Mannschaftsbus“, der uns nach einer dreißigminütigen Fahrt zu anderen Schule fuhr, gegen die wir das Freundschaftsspiel bestreiten würden. Es war für mich das erste mal, dass ich überhaupt auf einem Großfeld 11 gegen 11 gespielt habe. Aber dass das auf so einem Feld stattfinden würde, hätte ich nicht erwartet. Auf einer kleinen Anhöhe befand sich direkt neben der Schule der rote Fußballplatz. Der hügelige, staubige, mit kleinen Grasflecken, großen Steinen und kleinen Löchern bestückte, sehr unebene Platz war schon eine Erfahrung für sich. Im Hintergrund erstrecken sich dann noch eine wunderschöne Hügelkette, die den Anblick perfekt machte – Ruanda als Land der tausend Hügel ist wirklich noch untertrieben. Es war ein tolles Spiel, das zwar unentschieden 2:2 endete und der Schiedsrichter für meine Verhältnisse die andere Mannschaft mehr mochte als unsere, aber es machte mir wirklich großen Spaß. Auch wenn ich eine Großchance ziemlich vergeigt hatte, schoss wenigstens Philipp ein Traumtor mit der Hacke und rettete so die Ehre von Esperance (unserer Fußballorganisation). Beim gemeinsamen Beisammensitzen merkte man richtig den positiven Effekt des Fußballspiels. Das Gemeinschaftsgefühl der Lehrer unserer Schule aber auch zu der anderen Schule wurde gestärkt und es herrschte eine gute Stimmung. Deutlich wurde das auch als der Sportlehrer unserer Schule betonte, dass ein weiteres Tor, das Philipp eigentlich erzielt hatte, zum Glück auf Abseits entscheiden wurde und so das Resultat ein faires Unentschieden wurde. Erschöpft ging es danach im Bus wieder nach Hause und wir bekamen sogar noch alle eine kleine Aufwandsentschädigung für was auch immer …wir waren nicht böse drum!

Am Wochenende wollten wir am Lake Muhazi entspannen, landeten allerdings in einem Dorf im Norden Ruanda’s, da wir die Bushaltestelle verpassten. Am Sonntag ging es auf den Mount Jali wandern. Mittwoch und heute (Donnerstag) fuhren bzw. fahren wir die neuen Artefact-Freiwilligen zu ihren Einsatzstellen. Bilder von den Vulkanen bei Musanze, wo wir gestern waren, von heute und von den im Beitrag angeklungen Geschichten werde ich im nächsten Beitrag mit veröffentlichten. Gerade sitzen wir im Bus nach Ngarama und das Internet ist – wie in Deutschland – auch in Ruanda auf dem Land nicht das Beste, um Fotos hochzuladen.
Macht’s gut und Bis bald!

Moritz

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Lebensmittelvergiftung, Erdbeben und was sonst noch so passiert ist..

Kurz vorweg: Mir geht’s gut. Hört sich alles ein bisschen schlimmer an als es in Wirklichkeit gewesen ist, aber sonst ließt den Blog ja auch niemand 😉

Fangen wir einen Tag nach meinen Friseurbesuch an… 

Chapati und Sambusa – ruandische Teigspezialitäten-gehörten in den ersten Wochen zu unserem Grundnahrungsmitteln. Auch jetzt noch sind die ruandischen “Fastfoodgerichte“ bei jeder Mahlzeit gern gesehen, da sie nicht nur billig, sondern auch super lecker sind. Da schien mir also an diesem Dienstagabend eine gesunde Gemüsepfanne (freiwillig hätte ich das in Deutschland nie gegessen) eine vernünftige Alternative. Seien es meine noch nicht ausgereiften Kochkünsten, das ausversehen getrunkene Leitungswassser oder sonst irgendein Gericht gewesen – ich weiß es leider nicht. Am nächsten Morgen wachte ich jedenfalls aus einem unruhigen Schlaf auf, nur um festzustellen, dass ich heute nicht arbeiten werden kann. Am Nachmittag stellte sich dann im Krankenhaus heraus, dass der Grund meines Unwohlseins eine Lebensmittelvergiftung sei. Die mir verschriebenen Arzneimittel wirkten aber zum Glück recht schnell, sodass ich schon am Freitag wieder arbeiten konnte.

Ganz vergessen hatte ich zu schreiben, dass ich am letzten Dienstag meinen ersten Englischtest meinen beiden Klassen ausgegeben hatte. 104 Tests zu korrigieren dauerte dann leider doch eine ganze Woche und ich muss sagen so überragend ist er leider nicht ausgefallen, obwohl ich mein bestes gegeben hatte, ihn möglich einfach zu gestalten und auch Mr. Clodien – der eigentliche Englischlehrer – ihn als “too easy“ empfand. Immerhin hatten von den 104 Schülern ganze 3 Genies volle Punktzahl. Das lässt doch hoffen!

Weiter geht’s am Samstag: Martha und ich gingen am Nachmittag auf den Kymisagara-Markt, um einige Einkäufe zu erledigen. Uns erwarteten voll gestopfte Hallen mit kleinen Shops von verschiedensten Händlern, die im großen und ganzen aber alle das Gleiche verkauften. Immer begleitet vom Topspiel der Premiere League: Manchester City gegen Manchester United. Nahezu in jedem Stand konnte man den im Radio sehr emotional und lauthals schreienden Kommentator hören und so das Spiel in allen noch so kleinen Winkeln des Marktes hören. Bei dem ganzen Trubel fiel uns dann eine Sache gar nicht weiter auf, die uns später aber noch mitgeteilt werden sollte. Ein Erdbeben hatte um die Uhrzeit große Teile Ostafrikas erschüttert. Auch in Kigali, so erzählte mir Job, der in einer Bar das englische Topspiel verfolgte, seien die Menschen aus den Häusern auf die Straße geflüchtet. Nach nicht mal einer Minute war es allerdings auch schon wieder vorbei. Im Gegensatz zu Tansania gab es in Ruanda zum Glück keinen Toten und Verletzten…

Am Abend von den Ausmaßen des Erdbebens noch unwissend ging es dann auf eine Poolparty. Nachdem mein Motofahrer auf der Fahrt zweimal feststellen musste, dass, obwohl die Anzeige durchgehend auf Null stand, auch sein Moto ohne Benzin nicht weiter fahren könne, brachte mich ein anderes Mototaxi zum Hilltop Hotel. Wie sich herausstellte waren auch in diesem Hotel die Umuzungus in der Unterzahl, weshalb wir nicht lange unentdeckt blieben. Zunächst kam das Fernsehen wegen eines Interviews auf uns zu später sollten wir auch noch T-Shirt Werbung für einen Dance-Contest machen. Warum ausgerechnet wieder die Weißen? Warum wird dem “Weißen“ in so vielen Dingen so viel fast durchwegs positives zugeschrieben, obwohl es dafür aus der Geschichte heraus ja eigentlich keinen Anlass geben würde? Ich sehe das ganze immer eher kritisch, kann auf diese Fragen nach 4 Wochen allerdings auch noch keine zufriedenstellende Antwort geben.

Weiter im Text.

Seit eineinhalb Tagen hatten wir kein fließend Wasser. Eine völlig neues Bild zeichnet sich in solchen Fällen ab. Die Straßen sind noch voller als sonst mit Menschen, die in großen Wasserkanistern von öffentlichen Stellen ihr Wasser nach Hause transportierten. So trafen wir gestern ein kleinen Jungen auf der Straße – auf Nachfrage teilte er uns mit er sei sieben Jahre alt, der 2 Kanister mit insgesamt 10 Litern Wasser auf dem Kopf trug. Er selbst war vielleicht doppelt so schwer.. 

Mittlerweile hat aber nach fast 2 Tagen das zuständige Wasserwerk die Hähne wieder aufgedreht, sodass wieder fließend Wasser aus der Leitung kommt.

Zum Schluss noch zu einem Topevent am gestrigen Nachmittag, welcher sogar das englische Stadtderby alt aussehen ließe. Das langersehnte Revierderby der Teacher der Primary School gegen die alteingesessenen Lehrer der Secondary School, zu denen ja auch ich seit zwei Wochen gehöre. Der Fußballplatz wurde also an diesem Nachmittag zu einem Schauplatz eines überragenden Fußballspiels mit einer noch überragenderen Kulisse. Und wenn ich überragend meine, dann meine ich das im ersten Fall nicht ganz erst, denn das Spiel endete nach passabler Leistung beider Teams 1:1 (mir konnte man immerhin eine Vorlage zuschreiben – es wird langsam mit meinem Fußballkünsten). Im zweiten Fall meine ich aber nicht nur überragend, sondern faszinierend, überwältigend – einfach spitzen Klasse! Die Schüler der Primary School und die älteren Schüler der Secondary School bildeten einen riesigen Fanblock von knapp 4000 Schülern, die – wie ich kurzzeitig ganz ernsthaft dachte – mir die Ohren  wegbrüllten. Schon beim Warmmachen wurde jeder Pass lauthals gefeiert (jetzt weiß ich wie sich die Nationalmannschaft bei einem öffentlichen Training fühlt). Kurz bevor das Spiel losging, kam noch der Schulleiter zum Team der Primary school aufs Feld unter einem donnernden Getöse und Geschreie seitens der Schüler.Und auch während des Spiels ging der Geräuschpegel von Minute zu Minute weiter nach oben. 

….um am Ende ein akzeptables Unentschieden zu sehen. Aber was für eine Erfahrung!!! Ich bin schon gespannt auf das Spiel nächste Woche gegen eine andere Schule!

PS: Morgen kommt übrigens endlich Philipp, mein Projektpartner!

Kahlkopf zu Phil Collins

Am Montag beschloss ich, meinem 25 Tagebart und meiner europäischen Langhaarfrisur Lebewohl zu sagen. Ich dachte dabei nicht unbedingt an den in der Überschrift angeklungen Kahlkopf, aber wie so vieles hier verlief auch mein erster Friseurtermin ganz anders als erwartet. 

Da ich annahm, dass sich in den vielen Friseursalons, die sich im Umkreis von 30 Metern um unser Haus befinden, wahrscheinlich kein Englisch sprechender Friseur finden würde, fragte ich Job, ob er denn zumindest am Anfang zum übersetzen mitkommen wolle. Er führte mich zu seinem Friseur, der sich 15 Meter von unserer Eingangstür befindet und ich sollte eines Besseren belehrt werden, denn Sam -der sehr wohl der englischen Sprache mächtig. Nachdem ich ihm mitteilte, dass ich nach dem Besuch noch ein paar Haare auf dem Kopf haben wolle, legte er mit dem einzigen Haarschneidegerät, das er besaß – nämlich einen Rasierer, los. Wenige Minuten später musste ich in mich hineingrinsen als Sam mir erzählte: “It’s the first time to shave a white man“ – auf was hatte ich mich da eingelassen? Dem sympathischen Friseur dennoch vertrauend lauschte ich in den nächsten 30 Minuten dem Summen des Rasierers und den im Fernseher laufenden Songs von Phil Collins, sehr emotional, mit einer klasse Stimme unterstützt von Sam. Da er auch oben am Haupt nicht zu einer Scheere oder dergleichen griff und meiner Frisur von mehreren undefinierbaren Kanten, mehreren Wellen und anderen Unförmlichkeiten verziert war, teilte ich ihm mit, er könne dann doch alles ein bisschen kürzer machen, was mich zu dem Kahlkopf machte, der ich jetzt bin.

Der Besuch war allerdings noch nicht vorbei, denn nachdem ich meinen Bart ebenfalls verabschiedete, wurde ich von einer weiteren Angestellten in ein Hinterzimmer geführt, um meinen Kopf zu waschen. Nur meinen Kopf. Das dachte ich zumindest. Sie fing an, die wenigen übrig gebliebenen Haare zu waschen, unterzog meinen Ohren einer gründlichen Säuberung und wusch danach zu meiner starken Verwunderung, nachdem ich mich meines T-Shirts entledigen musste, auch noch meinen Oberkörper. Später mit einem schämischen  Grinsen auf dem Gesicht, teilte Job mir mit, dass das eigentlich ganz normal sei. Nächstes mal werde ich wahrscheinlich das Waschen nur auf die Haare beschränken.

Bis bald                                                                 Mit einem praktischen Kahlkopf ausgestattet-Moritz

Süßkartoffeln und Avocado

 Süßkartoffeln und Avocado….  Nein es wird jetzt nicht ums Essen gehen. Jedenfalls nicht nur.
Datum ist noch der Samstag drei Wochen nach Ankunft. Am Vormittag noch mit mittelmäßig erfolgreichen Wäsche waschen beschäftigt, machten Sven und ich uns am Nachmittag auf, den höchsten Hügel in Kigali zu besteigen: den Mount Kigali! Mit 1852m könnte man meinen, dass es eine Tagestour werden könne. Da Kigali aber selbst schon auf 1500 Metern liegt, war das eher ein relativ steiler Spaziergang als eine Wanderung. Ins schwitzen würden wir aber dennoch kommen – und nicht nur wegen der Hitze.

Nachdem wir unseren Rucksack mit ausreichend Wasser, Brot und einer Avocado ausgestattet hatten, konnte es losgehen. Von unserem Haus aus liefern wir durch unser Viertel Kimisagara die ersten steilen Passagen hinauf. An Ziegen, kleinen Bananen Plantagen und Umuzunghu schreienden Kindern ging es über einen steilen Hang, an dem trotz des Gefälles noch Häuser standen  aus der belebten Stadt hinaus.

Da die einzige Wegbeschreibung aus “einfach nur bergauf“ bestand, waren Sven und ich nicht böse, als sich uns ein Ruanda in unserem Alter anschloss. Zunächst nur folgend zeigte er uns später den Weg zum Gipfel. Das dachten wir zumindest. Nachdem wir durch viel Gestrüpp und Sträuchern, weiteren Bananen Plantagen und Lehmhütten vorbei gelaufen waren, fragte unser neuer “Wanderführer“ in sehr gebrochenem Englisch, ob wir den monk sehen möchten. Uns fragend, was das auf diesem Berg für ein Mönch sein sollte, willigten wir ein, worauf er uns durch noch mehr Abkürzungen und Wäldern zu einem Waldstück führte, in dem in einiger Entfernung einige Zelte zwischen den Baumstämmen hervorspitzten. Nachdem wir aus für uns beide noch unerfindlichen Gründen das Tempo so stark verlangsamten, dass wir bald stehen blieben, sahen wir nach wenigen Minuten stillschweigen den Grund. Zunächst stellten sich die Zelte als das Armeecamp des Ruandischen Militär heraus, von dem wir schon gehört hatten. Die sehr verlassene Zeltansammlung, in der nur an einer Schnur aufgegangen Hosen und Shirts auf ein bewohntes Camp schließen ließen, wurde in den nächsten Minuten nun von den vorher angekündigten monks bevölkert. Diese monks stellten sich dann aber eher als monkeys-Affen heraus, die immer näher an uns herankamen. Im selben Moment entdeckten wir auch den ersten Soldaten aus dem Camp. Es schien hier also tatsächlich Menschen zu geben.Und die waren nicht gerade erfreut uns hier zu sehen. Als noch mehr Soldaten aus dem Lager kamen, unterhielten sie sich zunächst mit unserem Wanderführer und leiteten uns danach wieder zurück zum offiziellen Weg. Schweißperlen auf der Stirn und ein sehr ängstlicher Ausdruck im Gesicht unseres Wanderführers ließen auf nichts positives schließen, denn er wurde von zwei stämmigen Jungs davon abgehalten, mit uns zukommen. Uns wurde versichert, sie würden dem jungen Mann nur ein paar Fragen zu dieser Reise stellen, die, wie wir nun feststellten, zumindest in diesem Bereich in keinem Fall legal gewesen war. Wir verlegten also unser Picknick, das wir eigentlich auf dem Gipfel geplant hatten und machten uns leicht besorgt, was gerade geschehen sein mag, schnellstmöglich auf den Rückweg. Später teilte uns Job mit, dass dem jungen Mann tatsächlich nicht mehr als nur Fragen gestellt worden waren, was uns dann doch sehr beruhigte!

Süßkartofffeln gab es am Sonntag bei Job’s Mum, die uns zu sich nach Hause zum essen einlud. Außerhalb der Stadt und abseits des Trubels wuchs in diesem schönen, für die Verhältnisse relativ großen Haus Job auf. Nachdem wir herzlich von der Mutter und den anderen Hausbewohnern begrüßt worden waren, wurde uns zunächst eine Wanne samt Wasserkrug gereicht, in dem wir unsere schwitzenden Hände waschen konnten. Kurze Zeit später, um das Warten  zum eigentlichen Essen zu überbrücken, wurden Süßkartoffeln mit Milch gereicht. Mit dem Fingern diese köstlichen Süßkartoffeln zu schälen, wie es hier gang und gebe ist, stellte sich dann aber doch schwerer heraus als gedacht und so musste jedem von uns geholfen werden. Anschließend waren sie aber auch super lecker! Die Hauptspeise war auch sehr gut, jedoch konnte ich mir von den vorher noch nie gesehenen Kochkünsten die Namen nicht merken. Nach vielen Fotos und netten Gesprächen endete der Nachmittag bei Job’s mum. Wir sind schon zum nächsten mal eingeladen!

You have no idea how to wash

Es ist der Samstag genau drei Wochen nach unserer Ankunft Kigali. Nach dem Frühstück mache ich mich am Vormittag auf, meine Wäsche zu waschen. Bei angenehmen 25° setze ich mich vor dem Haus auf einen Vorsprung und bereite, nachdem ich eine halbe Stunde auf Wasser aus der Leitung gewartet habe, meine 2 Waschwannen vor mir aus. Es ist das zweite mal dass ich hier meine Wäsche mit der Hand wasche. Heute beginne ich mit den T-Shirts. Als ich 2 T-Shirts fertig hatte und mit dem dritten beginnen wollte, bemerkte ich wie mir Job (der bei uns mit im Haus wohnt) ungläubig bei meinen Versuchen, dem Dreck aus der Kleidung zu entfernen, zusah. Sein einziger Kommentar zu meinem Waschvorgang war: “You have no idea how to wash“, was in beidseitigem Gelächter endete, denn damit hatte er voll ins Schwarze getroffen. Ich hatte wirklich keinen blassen Schimmer, wie das ohne Waschmaschine richtig sauber werden sollte. Dem Kommentar folgten aber Taten und so gab mir Job eine Lehrstunde in Sachen “Waschen auf ruandische Art“. Mit einer Seife, die ich bisdahin nicht in Betracht gezogen hatte, und viel geschickter Handarbeit zeigte er mir wie selbst die Weißen Hosen wieder sauber wurden. Auch stellte er wieder fest, dass “in Europe everything machine“ ist, womit er wieder vollkommen recht hatte. Nach drei Stunden Arbeit war nicht nur die Temperatur auf über 30 Grad angestiegen sondern auch ich war ganz schön erschöpft, aber froh das Ganze endlich einigermaßen vernünftig zu Ende gebracht zu haben.

Ankunft in Ruanda

Es sind nun drei Wochen vergangen nach meiner Ankunft in Ruanda und ich habe es geschafft meinen ersten Beitrag hochzuladen. Auch wenn erst eine so kurze Zeit vergangen ist, ist schon sehr viel passiert, weshalb ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Aber machen wir’s einfach chronologisch.

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Ankunft in Kigali

Am 12. August bin ich zusammen mit Martha und Sven – ebenfalls Freiwillige des ASC in Ruanda – von Frankfurt aus Richtung Ruanda gestartet. Direktverbindungen nach Kigali gibt’s es leider nicht, weswegen wir einen netten 7 Stündigen Aufenthalt in der Fernsehecke des Transitbereichs des Doha’er Flughafen hatten und dort nach ein oder zwei Stunden Schlaf unseren Flug Richtung Kigali fortsetzten.

Um 14:10 kamen wir dann leicht erschöpft aber dennoch glücklich heil gelandet zu sein am Airport in Kigali an. Mit allen(!) Gepäckstücken und eines 30 Tages-Touristenvisums durften wir nach Ruanda einreisen. Wir waren angekommen 

….!

Hier ergab sich allerdings doch schon ein erstes Problemchen. Der Fahrer – ein Fahrer des Koordinationsbüros Reinlandpfalz, indem Martha und Sven arbeiten werden – stellte erstaunt fest, dass er nun drei Freiwillige abholen sollte und nicht nur die beiden Freiwilligen des Koordinationsbüros Sven und Martha. Nach der 30-minütigen Autofahrt zum Guesthouse, in der ich fasziniert einen ersten Eindruck der Hauptstadt Ruandas bekam, war auch Mareike, die Projektmanagerin des Koordiantionsbüros sehr erstaunt, dass nun drei statt erwarteten zwei Freiwilligen ankamen. Wir kamen also in dem Guesthouse an, indem eigentlich auch nur noch Platz für zwei Leute war, denn weitere Freiwillige einer anderen Deutschen Organisation waren mit Mareike schon dabei, ein Willkommensseminar durchzuführen. Hier lernten wir also noch mehr Deutsche Freiwillige kennen, mit denen wir abends typisch ruandisch essen gingen und danach leicht übermüdet noch auf eine kleine Party. Schon beolim Essen übernahm die Müdigkeit wieder die Oberhand. Die früh eintretende Dunkelheit, die auf tiefste Nacht schließen ließ, obwohl es erst gegen sieben Uhr am Abend war, trug ihren Teil dazu bei. Aber nun zum Problem zurück, dass bisher noch niemand damit gerechnet hatte, dass ich ebenfalls am 13. August in Ruanda ankommen sollte. Es stellte sich als ein Missverständnis zwischen den verschiedenen beteiligten Organisationen heraus. Aber da wir den ersten Jahrgang des ASC Göttingen – meiner Entsendorganisation – bilden, kann so etwas schon mal passieren.


Stadtrally

Am nächsten Morgen durften wir neue Freiwillige noch am letzten Seminartag von Mareike teilnehmen. Auf der Tagesordnung stand eine Stadtrally. In Zweierteams sollten wir in den nächsten 5 Stunden das Stadtviertel Town erkunden und bestimmte Aufgaben lösen. Mit Sophie – einer Freiwilligen der Organisation Volunta – machte ich mich vom Guesthouse aus auf. Erste Station war der Hinterhof des Guesthouse, wo wir ein 30 Sekündiges Video drehen sollten, in dem wir einen traditionellen ruandischen Tanz aufführen. Freundlicherweise gab uns der Nachbar eine kleine Tanzstunde und so kam nach einigem anfänglichem Stolpern diese professionell einstudierte Choreographie vor einem riesigen Publikum im Hinterhof unseres Guesthouse bei raus:

Video zum Tanz

Eine weitere Aufgabe war es ein Foto mit dem deutschen Bundesadler an der Deutschen Botschaft zu machen.  

Meinen ersten kleinen Schock bekam ich dann als wir am Busbahnhof ein Ticket nach Hyue kaufen und es gegen etwas möglichst Nützliches eintauschen sollten. Der Busbahnhof liegt außerhalb der Town in Nyabugogo. Ich habe selten so viele Menschen gesehen und ein Chaos bestehend aus am Boden sitzenden Frauen, die Früchte verkauften oder auf offener Straße Babys stillten, verwirrt durch die Gegend fahrenden Bussen, kleinen Geschäften, Straßenverkäufern und jede Menge Menschen, das aber doch irgendwie eine Struktur besitzt, die ich jedoch erst noch verstehen muss. Wir sollten also ein Busticket kaufen. Als Umuzungu (Weißer) ist man in der Gegend in der absoluten Minderheit (habe auf dem Busbahnhof keinen einzigen weiteren Weißen gesehen), weshalb die Leute direkt auf einen zukommen. So besorgte uns ein Mann bei der Verkäuferin auf kinyarwanda, der Landessprache, ein Ticket nach Hyue für 2500 Rwandafrance. Nun versuchten wir bei einem Straßenverkäufer, der keine Englisch konnte, einen Gürtel für das Ticket einzutauschen. Währenddessen kamen aber immer Menschen um den Verkäufer und uns beiden Weißen herum und wollten wissen was hier gerade passiert. So standen uns, nachdem ich dem Verkäufer zum 5. Mal gesagt hatte, dass er das Ticket bekomme und ich den Gürtel, bestimmt 20 bis 30 Menschen um uns herum. Letztendlich bekam er das Ticket und ich einen fast originalen Dolce und Gabbana Gürtel zum Preis von ca. 3€, woraufhin wir den Busbahnhof schnellstmöglich wieder verließen. Mit dem Moto ging es wieder zurück in die Town. Motos sind Taximotorräder, die das Hauptfortbewegungsmittel hier in Kigali neben den Bussen mit einer halsbrecherischen Fahrweise bilden. Nachdem man den Fahrpreis von Umuzunguhöhe auf einen einigermaßen verhältnismäßigen Preis, den die Landsleute hier zahlen würden, heruntergehandelt hatte, bekommt man einen mehr oder weniger passenden Helm mit einem mehr oder weniger funktionierenden Verschluss und die Fahrt kann losgehen. Andere Aufgaben waren: Rechnungsstempel von Geschäften sammeln, die eigentlich keine Stempel ausgeben wollten, ein Postfach fotografieren in einer am Sonntag eigentlich geschlossenen Post. Mit ein paar Tricks kamen wir am Securityman vorbei und wir konnten unser Foto machen.


Unser Haus

Am nächsten Morgen stand der Umzug in unser Haus an!

Unser Haus steht in einem ärmeren Viertel der Stadt: Kimisagara, in dem ebenfalls sehr viele Menschen leben und ich glaube die meiste Zeit auf der Straße verbringen. Die Wohnung wie wir sie vorgefunden haben.

Heute lernten wir auch Domy kennen, meinen Projektmanager bei Esperance, der uns sowohl die Wohnung zeigte als uns auch Job vorstellte. Job’s Mom ist die Eigentümerin des Hauses. Er wohnt eine Tür weiter unter demselben Dach wie wir und ist praktisch der Securityman des Hauses, außerdem ist er ein echt netter Kerl. Nachdem wir den ersten Grundbestand für unsere Küche, die bis dahin noch aus einem Tisch, zwei Herdplatten und einem Regal bestand, einkauften und gleichzeitig das Viertel ein bisschen kennenlernten, lud Domy ein paar Deutsche Freiwillige der Organisation Artefact ein und wir kochten zusammen typisch Ruandisch. Dass wir an dem Abend nicht allein waren, würde sich später noch bezahlt machen. Während wir nämlich alle fleißig am Kochen waren und unser einziges Schneidemesser im Kreis herumgaben, begann urplötzlich ein heftiger Regenschauer. Kein Regenschauer wie man ihn aus Deutschland kennt, sondern ein alljährliches an Maria Himmelfahrt stattfindendes kurzes aber sehr heftiges Gewitter. Das alles innerhalb von wenigen Minuten. Am Mittag machten wir uns noch lustig, dass ein ca. 4 cm großer Spalt zwischen Boden und Haustür in der Regenzeit bestimmt unvorteilhaft für unser Wohnzimmer werden würde und keine 6 Stunden später kam der Regen genau durch diesen 4 cm großen Spalt in unser Wohnzimmer hineingeflossen. Zu unserem Nachteil hörte das leider auch so schnell nicht mehr auf, weshalb wir schnellstmögliche versuchten alle Möbel in Sicherheit zu bringen, was uns allerdings leider nicht komplett gelang. Innerhalb kürzester Zeit waren sowohl Wohnzimmer und Küche überflutet aber auch der untere Teil des Hauses lief voll. Sven’s Zimmer, das sich in dem Teil befand, konnte durch eine Handtuchbarriere noch einigermaßen geschützt werden. Philipp’s – noch leerstehendes – Zimmer jedoch nicht und so hatte es sich bis der Regen aufhörte zu einem kleinen Pool verwandelt. Mit vereinten Kräften konnten wir das hohe Wasser zum Glück wieder aus dem Haus entfernen und einigermaßen gemütlich am ersten Tag im neuen Haus zu Abend essen.


Erste Arbeitstage

Die ersten Arbeitstage verliefen noch sehr ruhig und viel zutun gab es für mich auch noch nicht. Am Morgen des ersten Arbeitstages traf ich mich mit einem der Mitarbeiter von Esperance, Tire, um über meine Arbeitsstelle zu sprechen. Er teilte mir mit, dass ich bei der Fußballorganisation Esperance das Fußballtraining viermal die Woche unterstützen werde sowie in der Kymisagara Secondary School Englisch als auch Sport unterrichten werde. Das zweite Treffen mit ihm war leider keines, an das man sich stolz erinnern möchte, denn bei diesem Aufeinandertreffen passierte mir ein kleines Malheur. Als ich ins Office von Esperance eintrat unterhielt ich mich kurz mit Domy, meinem Projektmanager, über das Treffen am Morgen mit Tire, nur um dann festzustellen, dass vor mir gar nicht Domy saß, sondern der, mit dem ich mich noch am Morgen getroffen hatte – Tire. Aber sowas darf am Anfang hoffentlich mal passieren 😉

Die nächsten Tage verbrachte ich also damit, zunächst im Englischunterricht in den Reihen der Schüler den Englischunterricht von Mister Clodien zu verfolgen und am frühen Abend beim Fußballtraining bei Coach Emmanuel zuzusehen. Teacher Clodien – ein auf mich sympathisch wirkender Lehrer – versuchte mit den einfachen Mitteln, die ihm an der Schule zur Verfügung standen, auf teilweise witzige und unterhaltsame Weise den Vergleich im Englischen den Schülern näherzubringen. An einem anderen Tag als eine Klasse etwas lauter wurde verwendete er aber eine Methode, die auf mich sehr befremdlich wirkte und die ich an der Stelle nicht weiter bewerten möchte. Der nicht gerade sanfte Einsatz des Rohrstocks an mehreren Schülern ist in Ruanda und den umliegenden Ländern leider ein weit verbreitetes Erziehungsmittel.

Am Nachmittag kam ich zur letzten Englischstunde ins Lehrerzimmer, wo ich mich mit Mr. Clodien treffen sollte. 10 Minuten nach eigentlichem Unterrichtsbeginn kam er zu mir und teilte mir mit, wir müssten jetzt ersteinmal ausruhen. Das gesamte Lehrerkollegium hatte in der Stunde anscheinend keinen Unterricht. 40 Minuten später fragte ich ihn, ob denn heute noch Englischunterricht stattfände. Er sah auf seinem Stundenplan nach und meinte daraufhin wir wären fertig für heute, ich könne nach Hause gehen. Diese Freitagsstunde werde ich wahrscheinlich erst noch verstehen müssen. So kann aber natürlich auch eine erste Arbeitswoche enden;)


Bis bald 

Moritz